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Landesregierung verlängert Förderung der Regionalstellen für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt

Josefine Paul Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.

Landesregierung verlängert Förderung der Regionalstellen für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt

Die Landesregierung setzt sich weiter konsequent und überregional für den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt ein. Einen wichtigen Beitrag dafür leisten die Regionalstellen der Landesfachstelle für Prävention sexualisierte Gewalt. Das Kinder- und Jugendministerium hat die Förderung der Regionalstellen jetzt um drei weitere Jahre verlängert. Das Land stellt hierfür insgesamt rund 500.000 Euro jährlich zur Verfügung.

29.08.2025

Kinder- und Jugendministerin Josefine Paul: „Alle Kinder und Jugendlichen haben das Recht auf Schutz vor sexualisierter Gewalt. Daran arbeiten wir in Nordrhein-Westfalen sehr konsequent. Mit dem Landeskinderschutzgesetz haben wir das bundesweit stärkste Gesetz zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor jeder Form von Gewalt. Darüber hinaus stärken wir die örtlichen und regionalen Strukturen zu Schutz, Beratung und Unterstützung, insbesondere mit Blick auf die Etablierung von Kinderschutzkonzepten in allen Bereichen, wo Kinder und Jugendliche sich regelmäßig aufhalten. Ich freue mich daher sehr, dass sich die Regionalstellen in den vergangenen drei Jahren in den Regierungsbezirken hervorragend etabliert haben und sich zu anerkannten Partnern in den Regionen entwickelt haben. Deshalb ist es mir sehr wichtig, dass wir diese wertvolle Unterstützung der freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe durch eine erneute dreijährige Förderung in Höhe von insgesamt jährlich rund 500.000 Euro weiterführen.“

Schwerpunktmäßig arbeiten die Regionalstellen aktuell unter anderem daran, Kinderschutzkonzepte zu entwickeln und umzusetzen, die in Angeboten und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe Anwendung finden. Dafür führen die Regionalstellen Fortbildungsveranstaltungen und Fachtagungen durch, beraten Fachkräfte zu Maßnahmen der Prävention sexualisierter Gewalt, vernetzen sich mit regionalen Akteurinnen und Akteuren im Themenfeld und stellen unterstützende Materialien zur Verfügung. 

Um die Prävention sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche zu stärken, hat das Kinder- und Jugendministerium vor fünf Jahren in Köln eine Landesfachstelle „Prävention sexualisierte Gewalt“ in Trägerschaft der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW e.V. eingerichtet. Die Landesfachstelle bündelt das vorhandene Wissen zum Schutz vor sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche, vernetzt die landesweiten Akteure und unterstützt Fachkräfte durch Wissensvermittlung und Fortbildungen. 

Mit dem Ziel, die regionale Verankerung und damit auch die Qualität im Bereich der Prävention, Intervention und Nachsorge von sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche zu stärken, fördert das Kinder- und Jugendministerium zudem seit Juli 2022 Regionalstellen der Landesfachstelle jeweils in den Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold, Düsseldorf, Köln und Münster. Träger der Regionalstellen sind etablierte Beratungsstellen. Die Regionalstellen bieten eine breite, lokal verortete Unterstützung der Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe bei der Umsetzung von Maßnahmen zum Schutz vor sexualisierter Gewalt.

Die Landesregierung legt darüber hinaus jährlich einen Umsetzungsbericht zum Handlungs- und Maßnahmenkonzept gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen vor. Der Bericht dokumentiert die intensive, ressortübergreifende Arbeit der Landesregierung in diesem Bereich. Der vierte Bericht zur Umsetzung und Fortschreibung des Handlungs- und Maßnahmenkonzepts kann hier gelesen und heruntergeladen werden.