Eine Vektorgrafik, die den Umriss des Bundeslandes NRW darstellt.

Koordinierungsstelle des Landes

Erstmals in Nordrhein-Westfalen gibt es eine offizielle Stelle, die sich gleichermaßen mit Gewalt gegen Frauen und Männer beschäftigt.

Im Juli 2018 wurde die „Landeskoordinierungsstelle zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Männer“ als Projektgruppe in der Abteilung Gleichstellung des ehemaligen Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung eingerichtet. Der Aufgabenbereich der Landeskoordinierungsstelle gliedert sich in vier Hauptfelder:

 

  1. Die Organisation eines behörden- und institutionenübergreifenden Erfahrungs- und Informationsaustausches: Dazu gehören in der Zukunft regelmäßige Treffen und Fachgespräche innerhalb der Landesregierung, aber auch die Organisation und Koordination von Austauschtreffen und Fachtagen unter Beteiligung von Fachexpertinnen und Experten (z.B. aus der Hilfeinfrastrukturen und der Wissenschaft).
  2. Die Landeskoordinierungsstelle fungiert als Bindeglied zu den in Nordrhein-Westfalen tätigen Beratungsstellen bei häuslicher Gewalt, die durch ihren pro-aktiven Ansatz zeitnah nach einem Polizeieinsatz den betroffenen Opfern ein Beratungsangebot unterbreiten: Wichtig ist dabei die Begleitung örtlicher Kooperationsmodelle. Die Landeskoordinierungsstelle soll bei der Erarbeitung lokaler, vernetzter Interventionsketten zur Prävention von Gewalt und zur Verbesserung des Schutzes vor Gewalt unterstützen. Dazu sammeln wir Best-Practice-Beispiele lokaler Akteurinnen und Akteure und stellen sie zur Verfügung. Ziel ist die Optimierung von Interventionsabläufen in Fällen von Gewalt.
  3. Zudem ist die Landeskoordinierungsstelle für die fachliche Begleitung der Landesaktionspläne gegen Gewalt zuständig.
  4. Nicht zuletzt gehört die Vertretung des Ministeriums in Expertengruppen zu Gewalt, Opferschutz, Prävention und anderen themenübergreifenden Fachgruppen zu den Aufgaben der Landeskoordinierungsstelle.

Die Landeskoordinierungsstelle verantwortet die Durchführung von Maßnahmen zur Bekämpfung von Gewalt und zum Opferschutz. Hierunter fallen die Förderung von Männerschutzwohnungen, des Männerhilfetelefons, des Opferschutzportals NRW sowie der „Täterarbeit“ (hier kommen Sie zur Seite Täterarbeit).