chancen.nrw

Gleichstellung von Frauen und Männern

Zwei Hände halten einen Zetterl hoch, bei dem die Zeichen für männlich und weiblich sowie ein Gleichzeichen in der Mitte ausgeschnitten worden sind. Im Hintergrund sind verschwommen Menschen in einer Gasse.

Gleichstellung von Frauen und Männern

Frauen und Männern ist in allen Lebensbereichen ein hohes Maß an Wahlfreiheit für die eigene Lebensgestaltung zu ermöglichen.

Die rechtliche Gleichstellung von Frauen und Männern ist in der Bundesrepublik Deutschland und in Nordrhein-Westfalen lange erreicht. Jedoch: In der Praxis zeigt sich, dass Frauen in manchen Lebensbereichen vielfach immer noch gegenüber Männern benachteiligt sind.

Das Ziel der nordrhein-westfälischen Gleichstellungspolitik ist es, dafür Sorge zu tragen, dass Rahmenbedingungen hin zu einer partnerschaftlichen Lebensgestaltung weiter verbessert werden. Es gehört unverändert zu den gesellschaftspolitischen Herausforderungen, Rollenbilder, zum Beispiel in der Ausbildungs- und Studienwahl von Mädchen und Jungen, aufzubrechen. In zahlreichen Bereichen von Politik, Gesellschaft und Arbeitsleben sind Frauen immer noch unterrepräsentiert. Gleichzeitig sind Männer - vielfach entgegen ihren Wünschen - zu wenig in der Familienarbeit und Kindererziehung präsent und seltener in sozialen Berufen anzutreffen. 

Für eine partnerschaftliche Lebensgestaltung von Frauen und Männern ist es daher wichtig, dass sich diese verstärkt in Bereiche einbringen (können), die bisher überwiegend von dem anderen Geschlecht gewählt wurden.

Zweiter Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in NRW

Illustration der Karte von Nordrhein-Westfalen mit gezeichneten Porträts verschiedener Menschen.

Die nunmehr zweite Ausgabe des Atlas zur Gleichstellung der Geschlechter bietet eine wichtige Grundlage für die gleichstellungspolitische Arbeit in Nordrhein-Westfalen. In vielfältigen Darstellungen bereitet diese Ausgabe wie auch die letzte kommunale und landesweite Daten auf, die auf amtlichen Statistiken oder auch eigenen Erhebungen beruhen. Anhand von 67 Indikatoren werden in sieben thematischen Kapiteln der Stand und die Entwicklung der Gleichstellung dargestellt. Neu sind die Kapitel zur Erwerbsarbeit, zur Sorgearbeit und Vereinbarkeit, zu Alter und Pflege und zu Gewalt gegen Frauen und Männer. Damit ermöglicht der Atlas zur Gleichstellung der Geschlechter nun eine noch umfassendere Bestandsaufnahme in Sachen Gleichstellung. Insbesondere auf kommunaler Ebene können Handlungsbedarfe genauer identifiziert werden, um auf dieser Grundlage Ungleichheiten in den Geschlechterverhältnissen anzugehen und Geschlechtergerechtigkeit voranzubringen.

Eine barrierefreie Version des Atlas ist bereits in Erstellung und wird zeitnah verfügbar sein.

 

Zweiter Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Nordrhein-Westfalen

Zweiter Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Nordrhein-Westfalen-Tabellenanhang

BE THE CHANGE. FRAUEN FÜR DEMOKRATIE

Es ist ein politisches Ziel der Landesregierung, die Repräsentanz von Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen zu erhöhen – insbesondere im Bereich der Politik.

Den Handlungsbedarf erkennt man nicht nur, wenn man sich den Frauenanteil im Landtag ansieht, der etwa einem Drittel entspricht (35,4 %). Auch auf der kommunalen Ebene, dem Ort, an dem viele Entscheidungen getroffen werden, die für den Alltag der Bürger*innen von unmittelbarer Bedeutung sind, sind Frauen in den Räten und Gremien der Kommunen - gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil - unterrepräsentiert. 

Wir fördern und unterstützen daher seit Mai 2024 das Projekt „Be the Change. Frauen für Demokratie“, das sich zum Ziel gesetzt hat, für einen breiten Kreis von Kommunen in NRW niedrigschwellige Angebote zur Förderung von Frauen im kommunalpolitischen Raum zu entwickeln. In Workshops, mit konkreten Informationen und Good-Practice-Beispielen sollen wirksame Maßnahmen zur Erhöhung der Repräsentanz von Frauen vermittelt werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Projektes.

 

FRAUENORTE NRW

Die Geschichte des Landes Nordrhein-Westfalen ist geprägt von starken und mutigen Frauen, die Großes bewirkt und wegweisende Leistungen erbracht haben. Viele sind im Laufe der Jahrhunderte in Vergessenheit geraten. Frauen sind somit in der Geschichtsschreibung unseres Landes nur selten im Blick.

Wir möchten Frauengeschichte und die Orte, an denen sie gewirkt haben, in ganz Nordrhein-Westfalen sichtbar machen.

Das Projekt FrauenOrte NRW des Frauenrats NRW macht historische Frauenpersönlichkeiten durch Informationstafeln in ganz Nordrhein-Westfalen sichtbar. Bis Ende 2025 sollen landesweit 52 FrauenOrte eröffnet werden. Mehr Informationen zum Projekt finden Sie auf der Homepage des Projekts FrauenOrte: https://www.frauenorte-nrw.de/

SPOTLIGHT – ANTIFEMINISMUS ERKENNEN UND BEGEGNEN

Mit Diffamierungen und Hate Speech werden Frauen zunehmend an der politischen und gesellschaftlichen Teilhabe und an der Ausübung ihrer Rechte gehindert. Diesem Phänomen des Antifeminismus tritt das MKJFGFI durch die Förderung des Qualifizierungs- und Beratungsprojekts „Spotlight – Antifeminismus erkennen und begegnen“ gemeinsam mit der Landeszentrale für politische Bildung NRW entgegen. Ziel des Projekts ist es, Multiplikatorinnen im Bereich der Gleichstellungs- und Familienpolitik zu vermitteln, wie sie mit antifeministischen Vorfällen umgehen können.


Nähere Informationen finden Sie auf der Seite des Projekts „Spotlight – Antifeminismus erkennen und begegnen“: https://www.wuppertaler-initiative.de/spotlight
 

 

Mädchenkalender Kalendrina

„Hör auf Dein Herz!“ lautet das Motto der neuen Kalendrina für das Jahr 2025. Dem Kalender von Mädchen für Mädchen - mit und ohne Behinderung. Herausgegeben vom Behinderten- und Rehabilitationssportverband Nordrhein-Westfalen (BRSNW) und der Sportjugend im Landessportbund NRW, gefördert vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.

Der Taschenkalender „Kalendrina“ kann hier bestellt werden:

Die Bestellung und der Versand sind kostenfrei.