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Neues NRW-Datenportal zu Einwanderung und Integration: Bildungsstatus und Erwerbsquote steigen

Ministerin Josefine Paul steht vor einer blauen Pressewand und schaut mit einem leichten Lächeln in die Kamera. Der Oberkörper steht leicht schräg nach rechts.

Neues NRW-Datenportal zu Einwanderung und Integration: Bildungsstatus und Erwerbsquote steigen

Immer mehr Menschen mit Einwanderungsgeschichte besitzen die Hochschulreife. Auch die Erwerbstätigenquote hat deutlich zugenommen. Diese Ergebnisse der neuen kommentierten Einwanderungs- und Integrationsstatistik NRW und viele weitere relevante Zahlen sind auf dem neuen Datenportal des Integrationsministeriums und des Landesbetriebs Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) zu finden. 

13.05.2024

Das Integrationsmonitoring NRW bietet einen Einblick in sämtliche Lebensbereiche – zum Beispiel zur Stellung im Beruf, zum Bildungsstand oder zur Wohnsituation von Menschen mit und ohne Einwanderungsgeschichte. 

Die Zahlen aus dem Integrationsmonitoring zeigen, dass das Bildungsniveau der Einwanderinnen und Einwanderer in Nordrhein-Westfalen steigt: Knapp ein Drittel (31,2 Prozent) der 18- bis unter 65-Jährigen aus der Bevölkerung mit Einwanderungsgeschichte besaß im Jahr 2022 die Hochschulreife. Dies ist ein Anstieg von 9,6 Prozentpunkten im Vergleich zu 2012. 

Integrationsministerin Josefine Paul: „Integration ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und die Zahlen des neuen Integrationsmonitoring NRW zeigen, dass wir auf einem guten Weg sind und die Chancen der Zuwanderung weiter nutzen müssen. Der schnelle Zugang zum Arbeitsmarkt ist dabei ein zentraler Schlüssel zu gelingender Integration und Teilhabe. Einwanderung hat in unserem Land eine lange und erfolgreiche Tradition. Wichtig ist, dass wir unsere Integrationsinfrastruktur so aufstellen, dass Menschen schnell Zugänge finden und auch Betriebe und Unternehmen von den Potentialen und der Motivationen zu uns gekommener Menschen profitieren.“

Nordrhein-Westfalen ist ein Einwanderungsland mit vielen jungen Menschen, die eine Einwanderungsgeschichte haben. Das bestätigt auch die neue kommentierte Einwanderungs- und Integrationsstatistik NRW. Sie hat ergeben, dass 2022 knapp 5,6 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen eine Einwanderungsgeschichte hatten. Das sind 31,1 Prozent der Bevölkerung und 1,7 Prozent mehr als im Jahr davor. Im Vergleich zum Rest der Bevölkerung ist diese Personengruppe deutlich jünger: Ein Drittel (34,5 Prozent) der Bevölkerung mit Einwanderungsgeschichte war 2022 unter 25 Jahre alt, bei der Bevölkerung ohne Einwanderungsgeschichte betrug der Anteil rund ein Fünftel (20,7 Prozent).

Auch die Erwerbstätigenquote von Personen mit Einwanderungsgeschichte hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich zugenommen: 2022 waren zwei von drei (64,2 Prozent) der 15- bis unter 65-Jährigen mit Einwanderungsgeschichte in Nordrhein-Westfalen erwerbstätig – das sind 11,1 Prozentpunkte mehr als 2005. Darüber hinaus stieg auch die Einbürgerungsquote der ausländischen Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen mit einer Aufenthaltsdauer ab acht Jahren von 1,97 Prozent im Jahr 2021 auf 2,67 Prozent in 2022 an.

Das bisher bestehende Datenportal Integrationsmonitoring NRW ist ab Montag, 13. Mai 2024, in einer komplett überarbeiteten Form zugänglich. Eine bessere grafische Darstellung der Daten und eine niedrigschwellige, interaktive Nutzererfahrung stehen bei der Modernisierung im Vordergrund. Die verfügbaren Daten zur Bevölkerungsentwicklung und Teilhabeaspekten Menschen mit Einwanderungsgeschichte werden jährlich aktualisiert und das Portal künftig ergänzt. Die Inhalte der bisher jährlich erscheinenden kommentierten Einwanderungs- und Integrationsstatistik NRW sind im Zuge des Relaunches als integriertes Onlineangebot verfügbar und sind als Zeitreihen, Tabellen und Karten abrufbar. Nordrhein-Westfalen besitzt bundesweit neben Niedersachsen das einzige Migrations-Datenportal in dieser Form. 

Mit diesem Schritt wollen das MKJFGFI und IT.NRW Nutzerinnen und Nutzer dazu einladen, selbst Migrationsdaten zu entdecken, zusammenzustellen und mit ihnen zu arbeiten. Diese Daten sollten jedoch stets im Kontext von sozialen und ökonomischen Einflussfaktoren interpretiert werden. Zusammen mit dem Relaunch des Datenportals wurden auch die Daten für das Jahr 2022 aktualisiert. 

Ergänzende Information: 

Menschen mit Einwanderungsgeschichte sind laut dem Teilhabe- und Integrationsgesetz NRW definiert als Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit oder Personen, die selbst oder eines ihrer Elternteile im Ausland geboren wurden und nach 1955 nach Deutschland eingewandert sind. Das Integrationsmonitoring NRW enthält Daten aus der amtlichen Statistik und des Mikrozensus und wird von IT.NRW für das MKJFGFI aufbereitet. 

Das Datenportal Integrationsmonitoring NRW ist online abrufbar unter: www.integrationsmonitoring.nrw.de